Sonntag, 4. März 2012

Perfect day

"Oh, it was such a perfect day,
I'm glad I spend it with you
Oh, such a perfect day,
you just keep me hanging on."


Viel besser als Lou Reed kann man den Borussia-Samstag nicht beschreiben. 2 mal 90 min. Borussia, 2 mal Heimsieg, 2 mal 2:1, 2 mal tolle Stimmung, was will man mehr ?


Der Teil 1 fand in der altehrwürdigen Kampfbahn Rote Erde statt.
Knapp 8.000 Zuschauer, darunter auch ungefähr 10 versprengte Blaue, die mit einem massiven Polizeiaufgebot über das Marathontor zur anderen Seite der Haupttribüne in Sicherheit gebracht werden mussten, erlebten ein stimmungsvolles Derby. 
Das Blaukraut wird in Sicherheit gebracht
Nach 12 Minuten war das Spiel eigentlich schon entschieden, Borussia führte früh mit 2:0 und die Feierlichkeiten auf den Rängen nahmen ihren Lauf. Es gibt in Deutschland keine vergleichbar aktive Fanszene in der Bundesliga, die ihre Zweitvertretung dermaßen unterstützt, wie die des Ballspielvereins. Besonders bemerkens- und erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass die Amateure teilweise mit eigenem Liedgut und Fahnen supportet werden. 


Die Hauptribüne in der Hand der  aktiven Fanszene
Warum die Gelsenkirchner lediglich von 10 Fans unterstützt wurden, bleibt deren Geheimnis. Da die Bundesligamannschaft in Freiburg spielte und dort unterging *grins*, wäre es zumindest einem großen Teil der Königsblauen möglich gewesen, ihre Amateure zu unterstützen. Wie dem auch sei, auch den armseligen Haufen Blauer verließ anscheinend schon zur Halbzeit der Mut und sie waren nach dem Seitenwechsel nicht mehr zu sehen. 


Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken suchte sich die Gegengerade neue Ziele und fand im Außenverteidiger mit der Rückennummer 7 ein dankbares Bepöbelungsopfer. Bei jeder seiner Ballberührungen wurde er wüst beschimpft und ausgepfiffen. Die Folge: Er wurde schon sehr zeitig vom Feld genommen. Also musste ein anderer Gegner ins Visier genommen werden: Der Blaue mit der 3 auf dem Rücken. 


Auch der hielt nicht lange durch und wurde unter tosendem Applaus der Gegengerade verabschiedet und ausgewechselt. Danach wurde es auf unserer Seite etwas ruhiger, da man nicht wusste wen man nun gezielt attackieren konnte. Da kam der rettende Zuruf von hinten:"Ey, 3 plus 7 sind doch 10!" Fortan wurde die 10, sobald sie an der Seitenauslinie erschien, verbal angegangen. Das war leider zu selten. Deshalb kam ein erneuter Ruf von hinten:"7 minus 3 ist 4! Also alle auf die 4!" Obwohl auf dem Spielfeld sich nicht mehr soviel tat, war es ein recht kurzweiliger und spaßiger Nachmittag.
Auch die 2 kam nicht ungeschoren davon
Mitten im Borussenmob tauchte auf einmal ein recht bekanntes Gesicht auf: Moritz Leitner ließ es sich trotz Krankheit nicht nehmen, die gleichaltrigen Jungs der zweiten Mannschaft zu unterstützen. Klasse Moritz.



Mittendrin statt nur dabei: Moritz Leitner



So wollen wir sie sehen, die Blauen!
Derbysieger, Derbysieger hey

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