Dienstag, 18. August 2015

Borussia gegen Borussia - nur diesmal anders rum!

 
Zum Saisonauftakt stand gleich als Aufgalopp gegen die Fohlen (die andere Borussia) eine echte Herausforderung und Standortbestimmung auf dem Spielplan.

 
 
Und es wurde ein wilder Ritt auf grünem Rasen!
 
Der Respekt vor der grünen Borussia war vor dem Spiel überall zu spüren. Kein Wunder! Hatte der Niederrheinclub doch eine blitzsaubere Saison gespielt und war verdient erstmalig in die Champions League eingezogen.
 
Die eigene Saison, besonders die Hinrunde, war hingegen eine echte Horrorsaison, die dann doch noch halbwegs mit dem Erreichen der Europa League Qualifikationsrunde gerettet werden konnte.
 
Also stand nun am ersten Spieltag das Duell der wiedererstarkten Borussia zu Gast bei der noch nach ihrer Form suchenden Borussia an.
 
Vor dem Spiel wäre ich schon über ein hart erkämpftes Remis glücklich gewesen, aber es sollte ganz anders kommen...
 
 
 
Borussia, der Ballspielverein aus Dortmund, legte los wie die Feuerwehr. Gute Ballstafetten, sicheres Passspiel in bisher noch nicht gesehenen Güte ließen die Gäste nicht zur Entfaltung ihres Spieles kommen. Der BVB konnte sich mit einigen geschickten Spielzügen nach vorne schieben und traf schon früh durch Mkhitaryan zur 1:0 Führung. Leider war das Schiedsrichtergespann in diesem Moment nicht auf Ballhöhe und entschied auf Abseits. Zu Unrecht! Gleiche Höhe beim Pass bedeutet weiterspielen, Herr Linienrichter und nicht mit der Fahne wedeln. Egal. Marco Reus machte es kurze Zeit "besser" und überwand Torwart Sommer mit einem herzhaften Schuss in die kurze Torwartecke. 1:0! Das Stadion tobte.
 
"döp döp döp döp dödö döp döp döp!"*
 
Der BVB ließ ob der Führung aber nicht locker, sondern griff weiter mutig an. Eine perfekte Flanke von Marcel Schmelzer auf den Kopf von Aubameyang konnte dieser mit einem Tor abschließen. 2:0!
Lauter Jubel und ungläubiges Stauen unter den Schwarzgelben auf den Rängen.
 
"döp döp döp döp dödö döp döp döp!"*
 
Und es kam noch besser! 
 
Ein blitzsauberer Konter, eingeleitet vom bärenstarken Debütanten Julian Weigl, nahm wiederum Aubameyang auf und rannte seinem Bewacher einfach davon. Als alles schon mit einem Torschuss rechnete, legte Aubame den Ball quer auf den mitgelaufenen Mkhitaryan ab, der zum 3:0 abstaubte.  
 
"döp döp döp döp dödö döp döp döp!"*
 
Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeit. Das Raunen und Staunen aufgrund dieser grandiosen Vorstellung der eigenen Mannschaft wollte im Stadion nicht mehr enden. Gladbach hatte bis dato kaum eine Chance in das eigene Spiel zu finden und fand dementsprechend keine Lösungsansätze, dem Dortmunder Rasenzauber Einhalt zu gebieten. Es war die perfekteste erste Halbzeit des BVB seit langer Zeit. Besser geht es einfach nicht. Es war wie ein Mix aus den Systemen von Pep & Klopp. Ballbesitz und Vollgas in einem. Aber alles in geordneten Zügen, nicht überhastet oder ungestüm.
 
 
Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Wieder war der Hausherr Herr der Lage und zwang dem Gast sein Spiel auf.
 
In der 50. min klingelte es schon wieder im Gladbacher Kasten.
Der ebenfalls glänzend aufgelegte Kagawa schickte Reus auf der rechten Seite bis zur Grundlinie, dieser passte in den Rücken der Abwehr, Aubameyang ließ durch und Mkhitaryan hatte keine Mühe aus 11 Metern einzunetzen. 4:0!
 
"döp döp döp döp dödö döp döp döp!"*
 
 
Überhaupt dieser Mkhitaryan! Was ist denn mit dem passiert? Strotzend vor Selbstvertrauen ging er durch die gegnerischen Reihen und ließ die Gegenspieler alt aussehen. Wo er früher an sich und dem xten Gegenspieler verzweifelte, gelang ihm ein Solo, ein Pass und ein Torschuss nach dem anderen, sodass er auf offener Szene Applaus vom begeisterten Publikum erhielt. Hendrik macht sich und anderen wieder richtig Spaß.
 
Aber auch alle anderen Mitspieler waren auf den Punkt genau motiviert und agierten souverän in bestechender Frühform.
Herausragend meiner Meinung nach war neben Mkhitaryan der junge Julian Weigl, der bei seinem Bundesligadebüt wie ein alter Hase unaufgeregt im Mittelfeld auf der 6er Position die Fäden zog.
Ein Pass nach dem anderen servierte er gekonnt seinen Mitspielern, grätschte dazwischen wenn es nötig wurde und stopfte die Löcher im Mittelfeld. Eine echte Glanzvorstellung des Youngsters, der mich an den jungen Manni Bender (plus Technik:) erinnert.
 
Dieses Spiel war vielleicht das beste Saisoneröffnungsspiel das die Borussia seit Jahrzehnten abgeliefert hat. Es macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
 
 
Nach dem Abpfiff wurden die Sieger gebührend gefeiert und mit sehr viel Applaus in die Kabinen verabschiedet.
 
Und wieder ertönte das Torjingle der Gladbacher Borussia, welches
mittlerweile zum festen Ritual der Schwarzgelben gehört, wenn ein Tor gegen BMG fällt.
 
Dann klingt es wie zum Hohn aus zehntausenden Kehlen:
"döp döp döp döp dödö döp döp döp!"
 
 
Impressionen zum Spiel:
 




 
 
 
 
 








 

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