Donnerstag, 2. August 2012

Die alte Masche

Ulrich Hoeness der Wohltäter, der so gerne notleidenden Fußballvereinen mit seinem Millionen aushilft, um nachher den dicken Max zu machen, hat es wieder getan. 


Wie damals in den 90ern bei Rosicky und Co. hat er diesmal Robert Lewandowski ein unmoralisches Angebot unterbreitet, dass die Preise und Gehälter hochschnellen, den Spieler schwindelig und die Berater gierig werden lässt!


Das ist die alte Masche der Bayern, die Konkurrenz gezielt durch solche Attacken zu schwächen. Auch wenn Lewandowski aufgrund vertraglicher Bindung derzeit nicht zu haben ist, wird dieses bayrische Angebot Wirkung zeigen und Spuren hinterlassen. Folge: Die kolportierten 7,5 Millionen Jahresverdienst in München werden bei den möglichen Vertragsverlängerungsverhandlungen in Dortmund immer im Raum stehen. Die spannende Frage wird sein, ob sich Manager Zorc auf eine derart exorbitante Steigerung der Gehaltsvorstellungen einlassen kann und wird. 
Wenn ja, würde der BVB von seinem Prinzip, nicht jeder Forderung nachzugeben, die das Gehaltsgefüge sprengt, erheblich abweichen. 
Wenn nicht, würde der nächste Topspieler, nach Sahin und Kagawa den Verein verlassen und sich woanders sein Talent deutlich besser bezahlen lassen als in Dortmund. 


Grundsätzlich würde ich, wenn es zu keiner Einigung zwischen Verein und Spieler käme, Robert Lewandowski in einem Topclub im Ausland spielen sehen als im Trikot des FC Bayern. 


Zu Zeiten des größenwahnsinnigen Dr. Niebaum war es Ulrich Hoeness, dem es ein Vergnügen war, bei jedem Spieler, der im Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wurde, mit unverschämten Angeboten mitzubieten, wohlweislich dass "Dr. Gott" jeden Preispoker mitmachen würde, koste es auch was es wolle. Sogar selbst dann wenn die Existenz des Vereins auf dem Spiel stünde. Dieses perverse Spielchen wäre fast sogar komplett auf und Borussia in Konkurs gegangen. 
Vielleicht waren die Millionen, die die Bayern dem BVB danach liehen, dem schlechten Gewissen Hoeness' geschuldet. Auf jeden Fall war es gut angelegtes Geld für den Rekordmeister, da der BVB das Geld mit 5% Zinsen zurückzahlte.

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