Dienstag, 10. Januar 2012

Comeback

Es ist die Woche der Comeback's der Altstars.

Den Anfang machte Paul Scholes von Manchester United, der aufgrund der Personalnot aus dem Ruhestand geholt wurde. Beim Manchester-Derby im FA-Cup wurde Paul in der 2. Halbzeit eingewechselt und lieferte ein eher durchschnittliches Spiel ab. ManUnited gewann übrigens mit 3:2 bei ManCity. 


Ebenfalls im englischen Pokal gab einen Tag später Thierry Henry sein  Wiedersehensspiel für Arsenal gegen Leeds United. Arsenal gewann mit 1:0 und steht in der nächsten Runde. 


                               Torschütze: Thierry Henry! 




Und heute meldet sich der nächste Altstar: Eric Cantona - der legendäre King von Manchester mit der Rückennummer 7. 
"Uh ah Cantona" will ebenfalls auf die große Bühne zurück, allerdings auf die der Politik. Monsieur möchte französischer Staatspräsident und damit Nachfolger von Sarkozy werden. 
Wie werden demnächst die politischen Auseinandersetzungen im Parlament geführt? Das alte Rauhbein Cantona war u.a. für sein überschäumendes Temperament bekannt, das auch die körperliche Auseinandersetzung nicht scheute. Legendär ist sein Kung-Fu Sprung über die Bande in einen pöbelnden Fan hinein. Vive la France! 


"Der die das Merkel" sollte hiermit gewarnt sein. Eric "we Can"-tona fackelt jedenfalls nicht lange. 




Edit: Das nächste Comeback steht an. 
Mein "Lieblingsfeind" Gerald "Halsabschneider" Asamoah wechselt aus der Arbeitslosigkeit in die zweite Liga zu Greuther Fürth.


Was kommt als nächstes? Die bange Frage stellt sich nun: Kann sich Loddar Matthäus bei soviel Wiedersehnsfreude noch zurückhalten und nicht doch noch mal die Fussballschuhe schnüren?  




Und bitte, da ist schon der Nächste: 


Der Kugelblitz "Toni" Ailton, noch nie einer der schmalsten Fußballer, schießt demnächst ins Dschungelcamp, um wie er selbst sagt, Geld zu verdienen. 


Na dann guten Appetit, Ailton Goncalves da Silva!

Sonntag, 8. Januar 2012

Westfalenstadion


Ab heute will ich eine längere Bilderserie meinem Stadion des Herzens widmen und täglich neue Fotos einstellen.

Dieses Stadion habe ich zum ersten Mal 1975 anläßlich eines Zweitligaspiels Borussia Dortmund - Wattenscheid 09 (4:1) betreten und seitdem hat es mich in seinen Bann gezogen. Ich weiss nicht mehr wie oft ich nun hier zu Gast war, aber mittlerweile ist es mein zweites Wohnzimmer geworden.
Auch aus der Luft (m)ein Traum!


                              Anfangs hat es so ausgesehen:

Erbaut für Fußball Weltmeisterschaft 1974 bestand das Westfalenstadion aus 4 einzelnen Tribünen, den Stehplatztribünen Nord und Süd und den Sitzplatztribünen Ost und West. Insgesamt passten 54.000 Zuschauer in das Stadion. Die markanten Flutlichtmasten waren ein Erkennungszeichen des ursprünglichen Stadionbaus und von weitem sichtbar.


2006 zur Fußball Weltmeisterschaft wurde das Westfalenstadion zum FIFA WM Stadion Dortmund. Sechs Spiele wurden hier ausgetragen. 
















Adi Preißler's allezeit aktuelle Weisheit habe ich erst neulich erst auf der gelben Betonwand gepinselt entdeckt. Diese Wand befindet sich in der Zufahrt zu den Parkplätzen hinter der Westtribüne. Eine sehr gute Idee diesen Spruch dort zu verewigen.




Die Westtribüne im Mondschein. Wem geht da nicht das Herz auf ?




Die Süd-Ost-Ecke vom Bahnhof "Signal-Iduna-Park" aus gesehen.


                            Die Stehtribüne:
Danke Benii für die Bildleihe
























24.454 Zuschauer passen offiziell auf die "Süd". Bei Spielen gegen die Bayern oder Gelsenkirchen und auch besonders im DFB-Pokal sind es gefühlt deutlich mehr. Bei internationalen Wettbewerben wird die Süd versitzplatzt und die Kapazität verringert sich um ca. 15.000 Fans auf knapp 10.000 Besuchern.

Mein Block:

Im unteren Teil der Südtribüne befinden sich die Blöcke (von links nach rechts vom Rasen aus gesehen) 15, 14,13 und 12 (auch neuerdings drölf genannt) 11 und 10. Block 14 geht ungefähr vom Strafraum bis zur östlichen Eckfahne.

Die Perspektive von Block 14:

Donnerstag, 5. Januar 2012

Lass die Leute reden...

"Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu 
Die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun 
Lass die Leute reden, bei Tag und auch bei Nacht 
Lass die Leute reden, das hab'n die immer schon gemacht"



Beim FC Bayern München, der lange als aussichtsreichster Bieter im Kampf um Reus galt, reagierte man mit bockigem Trotz auf die Entscheidung des Jungstars. So kommentierte Bastian Schweinsteiger den Transfer-Coup des BVB mit den Worten: „Letztendlich wird Bayern München immer eine qualitativ bessere Mannschaft haben.“


Robben:
"Vielleicht ist er ja auch deswegen zu Dortmund gegangen, weil er Angst hatte, bei Bayern nicht zu spielen. Hier gibt es ja schon zwei gute Flügel."


Badstuber„Vielleicht hat er sich den Schritt zu Bayern nicht zugetraut, weil er als junger Spieler dringend Spielpraxis braucht. Er wird seine Gründe haben, wir haben jedenfalls auch so Top-Spieler.“


to be continued...


"Lass die Leute reden, denn wie das immer ist 
Solang die Leute reden machen sie nichts Schlimmeres 
Und ein wenig Heuchelei kannst du dir durchaus leisten 
Bleib höflich und sag nichts - das ärgert sie am meisten."   
Die Ärzte


Wolf Gang: "We have a grandios Transfer getätigt!"


Und hier die Meinung von Comedian Django Asül (Offensichtlich gibt es in München doch noch Leute die klar denken können):

Weil Robben bei Bayern verlängern will, geht Reus nach Dortmund. Vernünftig. Für die Spieler wie für die Vereine. Und den deutschen Fußball. Wer will schon Verhältnisse wie bei Real Madrid? Dort tummeln sich 27 Spieler für drei Posten im Mittelfeld. Der Großteil der Fans weiß immer noch nicht, ob Nuri Sahin ein Spieler ist oder der Sohn des Zeugwartes. Da sitzt ein Vermögen unverzinst auf der Bank herum.
Reus ist schließlich Dortmunder. Wenn er jetzt weiß, wo er hingehört, spricht das nicht gerade für seine Orientierungslosigkeit. Und wer weiß: Wenn aus einem sehr talentierten mal ein gestandener Spieler geworden ist, kann Reus immer noch im Stammbaum forschen, ob Vorfahren einst in München lebten. Was ist nun die Erkenntnis zum Jahresauftakt? Dortmund rüstet auf. Und Reus hat kapiert, dass die Basis des Erfolges Leistung ist und nicht nur Geld. Da ist er den EU-Politikern weit voraus. Und vielen Kollegen sowieso.

Jermaine Jones, der Nachfolger vom legendären Vinnie "the axe" Jones?

Heute kam vom DFB Sportgericht die knappe Pressemitteilung, dass Jermaine Jones nachträglich für sein heimtückisches Foul gegen Marco Reus im Pokalspiel Borussia Mönchengladbach gegen Gelsenkirchen für 6 Spiele wettbewerbsübergreifend (also für Pokal und Bundesliga) gesperrt wurde. Nicht anders als erwartet, kommentierten die Verantwortlichen der Gelsenkirchener die Strafe als zu hart, wollen sich aber dem Urteil beugen, wohlwissend dass es Jones noch deutlich härter hätte treffen können. Meiner Meinung nach hätte der Treter für ein halbes Jahr aus dem Verkehr gezogen werden müssen! Der Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung ist bei seinem hinterhältigen (im wahrsten Sinne des Wortes) Foul eindeutig erfüllt worden.


Da ich neulich über den FC Wimbledon berichtete und zudem auch gestern einen Kinofilm (Nur noch 60 Sekunden) mit Vinnie Jones gesehen habe, kam mir der spontane Gedanke, ob zwischen den beiden Jones irgendeine Verbindung bestehen könnte?


Vinnie Jones ist einer der Mitglieder der berühmten Crazy Gang vom FC Wimbledon, der für sein eher grobschlächtiges Fußballspiel bekannt war. Nicht umsonst bekam Vinnie von den Fans den Spitznamen "die Axt". Die bekanntesten Spieler der Crazy Gang waren neben Jones noch Dennis Wise, John Fashanu und Lawrie Sanchez. Mit diesen Spielern gewann der FC Wimbledon den FA Cup 1988. Über Dennis Wise sagte Sir Alex Ferguson einmal:" Der Kerl schafft es auch in einem leeren Haus einen Streit anzufangen!"


Zurück zur "Die Axt" Jones. Weltberühmtheit erlangte Vinnie Jones, als er Paul Gascoigne, der selbst kein Kind von Traurigkeit war, während eines Spiels in dessen Kronjuwelen kniff.

Vinnie Jones hält übrigens immer noch den Rekord für die schnellste gelbe Karte aller Zeiten. Er brauchte nach dem Anstoß lediglich 3 Sekunden, um seinen Gegenspieler umzutreten und sich die fällige Verwarnung des Schiedsrichter abzuholen. Insgesamt gelang es ihm in 438 Profispielen 13 mal vom Platz zu fliegen. Auch das ist Rekord in England. 

Über sich selbst sagt Jones: "Ich habe eine kurze Zündschnur!" Und weiter:" Die ästhetische Spielweise, die alle sehen wollten, war nicht meine Aufgabe, sondern mein Job war es das Spiel des Gegners zu zerstören. Und dafür musste ich ein paar Mal hart rangehen."

Erstaunlicherweise schaffte Jones nach seiner Sportkarriere den nicht alltäglichen Sprung ins Filmgeschäft und ist mittlerweile ein beachteter Schauspieler. Er hat in so bekannten Filmen wie Nur noch 60 Sekunden, Password Swordfish, X-Men, Hell Ride, Midnight Meat Train, Euro Trip, Bulletproof Gangster und Bube, Dame, König, As, seinem Debütfilm in 1998, mitgespielt. Filmpartner waren Hollywoodgrößen wie Brat Pitt, Jason Statham, John Travolta, Nicolas Cage, Angelia Jolie, Robert Duvall, Halle Barry, Hugh Jackman, Matt Damon, Steven Seagal, Patrick Stewart, Ian McKellen, Dennis Hopper, Bradley Cooper, Brooke Shields, Christopher Walken und Val Kilmer.

Seine Filmografie umfasst bisher 34 Filme.


Sollte seinem Namensvetter aus Deutschland, der auch eher als Spielzerstörer gilt, eine ähnliche Karriere nach dem Profisport wie Mr. Vinnie Jones gelingen, dann stehen uns einige Horror- und Splatterfilme ins Haus. 

Also Quentin Tarantino aufgepasst, vielleicht ist Jermaine Jones dein nächster Hauptdarsteller.



Mittwoch, 4. Januar 2012

Der verlorene Sohn kehrt heim

Da hatte der alte Fritz (Lünschermann) neulich doch nicht zuviel versprochen, als er von einer hochkarätigen Neuverpflichtung zur neuen Saison, die die Offensive weiter verstärken würde, auf einer Fanclub Weihnachtsfeier sprach. Es ist tatsächlich ein Kracher: Marco Reus!

Von BVB-Geschäftsführer Aki Watzke war folgendes dazu zu hören: "Marco hätte definitiv an anderer Stelle ganz deutlich mehr verdienen können als bei uns." Bei Bayern München hätte der Jung-Torjäger angeblich fast das Doppelte kassieren können. Einen Wechsel ins Ausland (dort soll es auch einige Großclubs gegeben haben, die Interesse gezeigt haben) hatte Reus ausgeschlossen.
Der Transfer kann lt. Watzke aus "vorhandenen Rücklagen aus den letzten zwei Jahren" bestritten werden, die wahrscheinlich durch den eingestrichenen Gewinn und den Transfererlösen (Sahin) zustande kamen. Immerhin handelt es sich um die enorme Summe von 17,5 Millionen Euro. Damit wurde der Weg der bisherigen Einkaufpolitik erstmalig verlassen. 


Dem Vernehmen nach sollen sich Manager Zorc und Geschäftsführer Watzke seit 2 Jahren um Reus bemüht haben. Nun soll Reus den Dortmunder Verantwortlichen die Zusage kurz und knackig nach seinem Urlaub in Dubai erteilt haben. Der Vertrag bei Borussia Dortmund läuft über 5 Jahre bis 2017. Ob Reus der Ersatz für den ebenfalls von den Bayern stark umworbenen Mario Götze ist oder nicht, eins wurde von Dortmunder Seite auch versichert: Götze und Reus spielen zunächst in der nächster Saison gemeinsam bei Borussia Dortmund.


Es scheint der "Heimvorteil" des gebürtigen Dortmunders gewesen zu sein, der den entscheidenen Faktor gespielt hat. Seine Familie und seine Freundin wohnen in Dortmund, er selber fährt noch immer mit DO-Kennzeichen durch die Gegend.


Herzlich Willkommen back home, Mario

Dienstag, 3. Januar 2012

Der tasmanische Transfer Teufel

Eilmeldung aus Wolfsburg: Der Kabinentrakt in der Volkswagen Arena wird vergrößert! Grund: Felix M. der Menschenhändler ist wieder auf Beutezug. Dabei umfasst der Kader des VfL ja jetzt schon 36 Spieler.


Petr Jiracek aus Pilsen, Slobodan Medojevic aus Novi Sad, Ferhan Hasani von Skendija Tetovo sind gerade dem Lockruf des Geldes nach Wolfsburg gefolgt.


Statt dessen sollen Patrick Ochs, Patrick Helmes, Hrvoje Cale, Josué, Thomas Kahlenberg, Sotirios Kyrgiakos, Srdjan Lakic und Jan Polak den Verein verlassen. 


Gerade bei Kyrgiakos und Lakic kann man das verdrehte Gebären von Felix erkennen. In dieser Saison von Magath geholt, bekamen sie zunächst kaum eine Chance und wenn ja, verschwanden sie nach wenigen Spielen so plötzlich aus dem Team wie sie gekommen waren. Die dahinter steckende Strategie des Trainers erschließt sich einem nicht wirklich. Vieles erinnert eher an totale Verzweifung.


In den letzten 4 Jahren hat sich Magath über 80 (!) Spieler gekauft. Auch in dieser Saison steht er mit 17 Einkäufen wieder an der Spitze der Transferhitliste der Bundesliga und der Wahnsinn geht weiter. Allerdings: Mit dieser Strategie ist  der Großhändler schon in Gelsenkirchen gescheitert.


Auf dem Einkaufszettel des Transfer-Paten stehen derzeit noch: Ricardo Rodriguez (FC Zürich), Giovanni Sio (FC Sion), Vaclav Pilar (Viktoria Pilsen), Ibrahim Sissoko (Académica de Coimbra), Alexander Lukovic (Zenit St. Petersburg) sowie Vieirinha (Paok Saloniki).


Das VW Boss Winterkorn dieses kostspielige Spiel auch noch mitmacht ist für mich nicht nachvollziebar.

Montag, 2. Januar 2012

Von Wimbledon bis Salzburg

Was haben FC Wimbledon und Austria Salzburg gemeinsam? 

Beide Clubs waren Traditionsvereine in England bzw. Österreich. Der FC Wimbledon wurde 1889 in London gegründet und gehörte Jahrzehnte lang den Ligen im englischen Profifußball an. 


 Von 1992 bis 2002 spielten die "Dons" in der FA Premier League, der höchsten Spielklasse in England. Der größte Erfolg vom FC Wimbledon war der Gewinn des FA Cups 1988 mit einem 1:0 Sieg gegen den FC Liverpool. Als der Verein in finanzielle Schwierigkeiten geriet, nahm der Vorstand ein Angebot eines Investors an und zog in das ca. 100 km entfernte Milton Keynes nördlich von London um.


2004 wurde der Club in Milton Keynes Dons FC umbenannt.


Edit: Ich habe heute einen Artikel über die MKD im Kicker gefunden. http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/562720/artikel_der-retortenklub.html





Die Fans des FC Wimbledon waren strikt gegen diesen Umzug und gründeten bereits 2002 ihren AFC Wimbledon neu. 

Zu diesem Zweck bildeten die Anhänger einen gemeinnützigen Fond, den so genannten Dons Trust, in dem jeder Fan ein Stimmrecht hat.
Der neugegründete AFC castete sein erstes Team und startete in der untersten Liga der Seagrave Haulage Premier Division (Combined Counties League).

Die Idee einen Club von Fans für Fans zu gründen, stieß besonders im Süden Londons auf Zustimmung und so konnte der AFC von Anfang an auf regen Zuschauerzuspruch bauen. Wimbledon brach in der Folgezeit alle bisherigen Zuschauerrekorde und gewann einen Meistertitel nach dem anderen. Nach nur 9 Jahren in diversen Amateurligen war es am 21.05.2011 endlich soweit: Durch ein 4:3 im Elfmeterschiessen gegen Luton Town vor 18.195 Zuschauern im City of Manchester Stadion kehrte der AFC Wimbledon in den englischen Profifußball, in die Football League Two (4. Liga) zurück. Eine grandiose Erfolgsstory, die ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Und das Ende ist offensichtlich noch nicht in Sicht.       
                          

Champions

Hierzu auch einen Artikel mit mehr Hintergrund über Wimbledon aus dem Kicker: http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/562534/artikel_der-klub-der-fans.html


Noch schlimmer erging es den Fans vom Sportverein Austria Salzburg. Die Austria wurde 1933 in Salzburg gegründet und hatte die Vereinsfarben violett-weiss. Der Verein wurde 3x österreichischer Meister, stand mehrfach im Pokalfinale und erreichte 1994 das Finale des UEFA-Cups. Der Traditionsclub hatte einen großen Rückhalt in Östereich und konnte sich auf eine breite und gewachsene Fanbasis stützen.



2005 übernahm die Red Bull GmbH 100 % der Salzburg Sport AG. Die Vereinsfarben wurden in die Farben des Getränkehändlers blau und rot geändert und der Club in FC Red Bull Salzburg umbenannt.   

Damit war der alte Verein praktisch tot. Den entsetzten Fans blieb ebenfalls nur noch eine Neugründung im Oktober 2005. Als Vorbild diente der AFC Wimbledon und die Initiative violett weiss bildete sich mit dem Ziel einer Neugründung des Sportverein Austria Salzburg.    Initiative violett-weiss

 Im In- und Ausland kam es vorallem aus der Ultrabewegung zu vielfältigen Sympathiebekundungen für die Austriafans, die sich vergeblich gegen die feindliche Übernahme stemmten. In Dortmund zum Beispiel wurden auf der Südtribüne wurden Plakate mit den Inhalten "Red Bull verleiht Flügel? Dann mach die Fliege!" und "Red Bull verdient Prügel!" während eines Bundesligaspiels entrollt.




Die Austria startete ebenfalls wie Wimbledon in England in in der untersten Spielklasse, der Salzburger 2. Klasse Nord A. Nach mehreren Aufstiegen spielt der Verein nun in der Regionalliga West 2011/12 zusammen mit der 2. Mannschaft von Red Bull, den RB Juniors. Auch der Sportverein Austria verfügt weiterhin über zahlreiche und treue Fans, die in Österreich zu den größten und besten Fangruppierungen zählen. Dieser Fanstamm hat den Gang durch das tiefe Tränental bisher mitgemacht und hofft ebenfalls auf die Rückkehr in die höchste Liga. 

Beide Vereine sind ermutigende Beispiele dafür, dass man aus Vereinsliebe auch andere Wege als die totale Kommerzialisierung gehen kann. Das macht Mut für andere Fans und Clubs. 


Als 2005 der amerikanische Investor Malcom Glaser Manchester United übernahm, wandten sich enttäuschte Man United Fans ab und gründeten den FC United of Manchester, der mittlerweile einen ähnlichen Weg wie die beiden vorstehend genannten Clubs beschreitet.
 
Selbst bei den verbliebenen United Fans regt sich mittlerweile der Protest gegen den Schuldenkönig Glaser, der nur seine Rendite im Blick hat. Immer häufiger sieht man United Fans im Old Trafford mit grün-goldenen Schals, den ursprünglichen Vereinsfarben von ManU, als Zeichen der Traditionsverbundenheit. 
Wer weiss was sich daraus noch entwickelt?