Montag, 13. Februar 2012

Tanze Samb(i)a mit mir

Die Chipolopolo (Gewehrkugeln) sind Afrikameister!


Am 27.April 1993 stürzte ein Flugzeug mit der Nationalmannschaft Sambias vor der Küste von Gabun auf dem Weg zu einem WM Qualifikationsspiel gegen den Senegal ab. 18 Spieler starben bei der Tragödie. Damit ging dem Land eine ganze Generation von Fußballspielern verloren.


19 Jahre später traf die Mannschaft der namenlosen Spieler im Finale des Afrika-Cup nur wenige Kilometer vom Ort des Unglückes entfernt auf die hochfavorisierte Elfenbeinküste. Der bekannteste Spieler Sambias ist vielleicht Chris Kartongo, der mal für Armina Bielefeld kickte.


Die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste (mit dem Spitznamen "Die Elephanten")
hingegen ist bespickt mit Starspielern wie Droghba, Kalou, Gervinho, Ya Konan und Yala und Kolo Toure, die wie viele andere ihr Geld in den großen europäischen Ligen verdienen.

Aber wie es im Fußball immer mal wieder vorkommen kann, gewann der kleine David gegen den großen Goliath. Nach 120 Minuten Spielzeit und anschließendem Elfmeterschiessen konnten sich die Aussenseiter mit 8:7 durchsetzen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Tatsache:
Sambia hat von allen Nationalmannschaften die meisten Spiele durch Elfmeterschiessen bestritten. Routine war daher wohl reichlich bei Sambia vorhanden.

Congrationlations Zambia! "One Zambia, one nation"

Das ist mal wieder eine nette Geschichte, die nur der Fußball schreiben kann.

Sonntag, 12. Februar 2012

22 + 5 = Doppel 6

Ich hatte schon immer ein Faible für defensive Mittelfeldspieler, wie Murdo McLoad, Paul Lambert, Nuri Sahin und Steffen Freund. Jungs, die im Schatten großer offensiver Mittelfeldspielern, den Spielmachern mit der 10 oder 7 auf dem Rücken, einfach und schnörkellos ihren Job machten und dabei den Stars den Rücken frei hielten.


Seit der Erfindung und dem Siegeszug der Viererkette und dem gleichzeitigen Wegfall des Liberos, hat sich die 6er Position zu einer der zentralen Figur im Spiel einer Mannschaft entwickelt. Heute muss ein defensiver Mittelfeldspieler moderner Prägung nicht nur dazwischen kloppen können, er muss den Ball abfangen und das eigene Angriffsspiel einleiten können.


Aktuell haben wir beim Ballspielverein das Glück, dass es einige Spieler im Kader gibt, die diese Rolle sehr gut ausfüllen können. Derzeit geht kein Weg an unserem Kapitän Sebastian Kehl und seinen jungen Mitspieler Sven "Manni" Bender vorbei.


Kehl stand lange Zeit in dem Ruf, einerseits ein excellenter Balleroberer zu sein, andererseits aber eben auch einer, der den Ball durch Fehlpässe schnell wieder verlieren kann. Seine Verletzungsanfälligkeit, die eine Weiterentwicklung in diese Richtung verhinderte, hat ihr übriges dazu getan. Nun ist der Kapitän seit etlichen Spielen beschwerdefrei und liefert ein Klassespiel nach dem anderen ab. Überragend war gestern gegen Leverkusen sein Stellungsspiel, sein Kampfeswille und das Passspiel. Für mich war er deshalb der Matchwinner neben Kagawa gegen den Vizemeister aus Leverkusen.


Über den anderen Sechser habe ich am Freitag abend staunend den Kopf geschüttelt. Der "unbreakable" Sven Bender meldete sich sage und schreibe 6 Tage nach seinem Aussenbandanriss im Sprunggelenk wieder gesund zurück und absolvierte das Abschlusstraining beschwerdefrei. Und gestern stand er promt wieder in der Anfangsformation! Vielleicht hat ihn die Aussicht, sich im Spiel einige Bruderduelle gegen seinen Zwillingsbruder Lars im Leverkusener Trikot liefern zu können, blitzartig gesund werden lassen?


Gestern wurde gleich beim Anpfiff des Spieles klar, dass wir den richtigen Bender geholt haben und nicht die Kopie aus Leverkusen. Während Lars, der Vizekusener mit langärmligem Trikot und Handschuhen spielte, kam "Manni" der Wahnsinnige im Sommerdress ohne Handschuhe aufs Feld.


Es war für mich wieder eine Freude zu sehen, wie der Sven in die Zweikämpfe ging, als wenn nie etwas gewesen wäre. Obwohl er weder sich noch den Gegner schont, kommt er oftmals mit fairen Mitteln aus. An diesem Jungen werden wir hoffentlich noch lange unsere Freude haben. Er ist für mich der erste Kandidat auf die Nachfolge von Sebastian Kehl.


Noch mal zurück zu seinem Bruder Lars. Natürlich schätze ich diesen Bender genauso und würde ihn liebend gern neben seinem Bruder im gelben Trikot sehen. Er hatte bei Bayer das Pech, dass ihm in seinem ersten Jahr erst Rolfes und dann Ballack vorgezogen wurde. Das hat sich in dieser Saison ja grundlegend geändert. Lars ist nicht mehr aus der Startelf der Leverkusener wegzudenken.


Vielleicht klappt es ja irgendwann wieder, dass die Benderzwillinge vereint wie bei den Löwen das defensive Mittelfeld von Borussia beackern.



Samstag, 11. Februar 2012

Rekord eingestellt

Mit dem Heimsieg über Leverkusen haben die Jungs den Vereins internen Rekord von 15 ungeschlagenen Spielen in Folge aus der letzten Saison eingestellt. 


Bravo Jungs, das ist meisterlich!

Der Ball ist rund

und schreibt die schönsten Geschichten. Auch im Basketball. 

Kennt ihr eigentlich Jeremy Lin? 











Ich jedenfalls bis vor kurzem (auch) nicht. Ein Rookie, den eigentlich kein Team in der NBA draften wollte und der schließlich bei den Knicks in New York landete, verzückt gerade die Fans. Im letzten Spiel führte er die Knicks zu einem Sieg über die L.A. Lakers. Dabei stach Lin sogar Superstar Kobe Bryant aus. 

Das Märchen von Aschenpuddel feiert gerade ein Comeback in der amerikanischen Basketballliga. I like it!